Der Aufsichtsrat
Stand: Mai 2012

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AR vom 15.05.2012, Heft 05, Seite 72 - 73, AR0474127
Aufsichtsrat > Beitrag > Aufsatz

Fristenverstoß bei freiwilliger Amtsniederlegung

Dr. Marc-André Rousseau / Adrian W. Helfenstein

Dr. Marc-André Rousseau, Rechtsanwalt, BEITEN BURKHARDT, Berlin;

Adrian W. Helfenstein, Doktorand Universität Münster und wissenschaftlicher Mitarbeiter, BEITEN BURKHARDT, Berlin.

Die freiwillige Niederlegung eines Aufsichtsratsamts kommt in der Praxis relativ häufig vor. In dem Beitrag werden die Voraussetzungen für eine solche Amtsniederlegung und die Rechtsfolgen eines Verstoßes gegen bestehende Fristenregelungen aufgezeigt.

Die freiwillige Beendigung des Aufsichtsratsmandats vor Ablauf der Amtszeit ist ein in der Praxis häufig auftretendes Ereignis. Das Aufsichtsratsmitglied kann sich hierzu aufgrund interner Differenzen, aber auch wegen widerstreitender Pflichten gezwungen sehen oder dazu aufgefordert werden. Der Beitrag befasst sich mit einem Aspekt der rechtlichen Probleme bei der Amtsniederlegung, dem Verstoß gegen satzungsgemäße Fristenregelungen. I. Wege der Beendigung des AufsichtsratsmandatsDie Abberufung ist der einzige gesetzlich vorgesehene Grund für die Beendigung des Aufsichtsratsmandats (§ 103 AktG). Sind die Aufsichtsratsmitglieder nur für eine bestimmte Amtszeit bestellt, ist zudem zweifelsfrei, dass die Mitgliedschaft ipso iure mit dem Ablauf der Amtszeit endet. Gleiches gilt für den Ablauf der gesetzlichen Amtszeit. Es ist des Weiteren anerkannt, dass die Aufsichtsratsmitgliedschaft endet, sobald zwingende gesetzliche (Wählbarkeits-)Voraussetzungen in der Person des Aufsichtsratsmitglieds

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Version: rc-3.1.25927 (Handelsblatt Fachmedien_AR)
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