Der Aufsichtsrat
Stand: März 2012

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AR vom 15.03.2012, Heft 03, Seite 34 - 35, AR0468752
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Kein Cooling-off der Cooling-off-Debatte?

Dr. Matthias Schüppen

Dr. iur. Matthias Schüppen, Dipl.- Ökonom, RA, WP/ StB, Sozietät Graf Kanitz, Schüppen & Partner, Stuttgart.

Die Diskussion um den Wechsel ehemaliger Vorstandsmitglieder in den Aufsichtsrat derselben Gesellschaft hält an. Der Autorgreift wichtige Probleme eines solchen Wechsels auf und geht der Frage nach, welche Alternativen es für Unternehmen gibt, die Kenntnisseund Erfahrungen ehemaliger Vorstandsmitglieder zu nutzen.

Der Gesetzgeber hat mit dem Gesetz über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) auch entschieden, dass grundsätzlich nicht Mitglied eines Aufsichtsrats sein kann, wer in den letzten zwei Jahren Vorstandsmitglied derselben börsennotierten Gesellschaft war. Doch wer geglaubt hatte, dass mit der Änderung des Aktiengesetzes die zuvor intensiv geführte Diskussion beendet sein würde, sieht sich getäuscht. Diese köchelt weiter und warf jüngst Stichflammen bei der Deutschen Bank (DB) sowie durch eine empirische Erhebung des Deutschen Aktieninstituts. I. Bewährungsprobe und Empirie 1. Keine Ausnahme für Publikumsgesellschaften Mit dem "geplanten Durchmarsch von Vorstandschef Josef Ackermann an die Spitze des Aufsichtsrats" (manager magazin 9/2011, S. 26) hatte § 100 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 AktG eine Bewährungsprobe zu bestehen. Bemerkenswert an diesem Plan war, dass er in Form von Beschlüssen von Vorstand und Aufsichtsrat der DB daherkam. Von einem "Vorschlag von Aktionären, die mehr als

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